• Korinna Schumann, Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

    „Die Österreichische Interdisziplinäre Hochaltrigenstudie leistet seit 2013 einen wesentlichen Beitrag dazu, das Wissen über die Gesundheits-, Lebens- und Betreuungssituationen hochaltriger Menschen in Österreich zu erweitern.“

  • Dr.in Beate Prettner, Landesrätin für Gesundheit und Pflege, Land Kärnten

    „Die medizinische Versorgung älterer und hochaltriger Menschen ist seit Jahrzehnten ein zentrales Anliegen des Landes Kärnten. Unsere Gesellschaft verändert sich und mit ihr verändern sich die Bedürfnisse jener Generationen, die unser Land über viele Jahrzehnte geprägt und getragen haben. Es ist unsere Verantwortung, diesen Menschen jene Unterstützung, Sicherheit und Wertschätzung zukommen zu lassen, die sie verdienen.“

  • 86-jähriger Teilnehmer

    „Wenn ich nicht mehr kann? Dann muss ich eine Ganztagspflege haben. Oder ins Heim gehen. Aber solange ich da bin, bin ich da. Daheim ist es immer noch am schönsten.“

  • 83-jähriger Teilnehmer

    „Was mir in der Pension am meisten getaugt hat, ist, dass ich in der Früh nicht mehr so zeitig aufstehen habe müssen. Das ist bis heute so. Ich raufe um jede Minute. Das ist das Schöne daran.“

  • 84-jährige Teilnehmerin

    „Wenn ich ganz alleine bin und niemanden habe und vielleicht auch immer so schlecht verdient habe, dass ich mir nicht einmal gescheit eine Wohnung leisten kann – also das finde ich schon schrecklich. Wenn ich gerade nur von der Hand in den Mund leben muss, wie soll das gehen im Alter?“

  • 93-jährige Teilnehmerin

    „Ich glaub nicht, dass man sich auf das Alter vorbereiten kann. Ich glaube, daran denkt ja gar niemand, dass man so alt wird. Ich hätt’s zumindest nie gemacht. Meine Mutter ist mit 87 gestorben. Ich bin schon sechs Jahr drüber, nicht?“

  • 86-jährige Teilnehmerin

    „Das Wichtigste ist, dass ich noch halbwegs gesund bin und dass ich eigentlich noch alleine herum komme, dass ich keine Hilfe brauche. Das ist für mich sehr wichtig. Weil wenn ich einmal gewaschen werden muss… Und ich denke mir heute schon, die Strumpfhosen, wenn ich mir die anziehe – es geht schwieriger. Aber es geht. Dann denk ich mir: Sei dankbar, dass du sie noch anziehen kannst.“

  • 83-jähriger Teilnehmer

    „Das Allerwichtigste ist, glaube ich, einen Menschen bei sich zu haben, dem man nicht gleichgültig ist, sondern der lebt mit dir und dich versteht. Das ist einmal das Allerwichtigste.“

  • 84-jährige Teilnehmerin

    „Ich mache es so: Ich nütze den Tag, als wenn es mein letzter wäre. Was morgen ist, sehe ich eh dann. Ich passe auf mich auf. Was ich will, mache ich.“

  • 83-jähriger Teilnehmer

    „Meine Zukunft ist beschränkt. Also, sagen wir so: Ich beschäftige nicht intensiv mit dem Sterben. Aber ich weiche auch nicht einer Diskussion aus. Es sind alles Freunde, die vorausgegangen sind.“

  • 88-jährige Teilnehmerin

    „Die negativen Seiten des Alters darf man nicht so tragisch sehen. Ich sage immer, man muss es so nehmen, wie es kommt.“

  • 85-jähriger Teilnehmer

    „Es gibt kleine Diskriminierungen, die Sie fast jeden Tag überall erleben. Das merkt man alles nicht, wenn man jung ist. Aber diese Kleinigkeiten, die häufen sich dann, wenn man älter wird, und man sieht es halt dann.“

  • 82-jähriger Teilnehmer

    „Ja, das Alter hat natürlich auch negative Seiten. Dass man schwächer wird, dass man nicht mehr so die Kraft hat wie ein junger Mensch, etwas zu unternehmen. Aber man wird alt, ich sehe es positiv, man wird alt. Und das muss man annehmen.“

  • 84-jährige Teilnehmerin

    „Ich sehe zum Beispiel, ich kann nicht mehr so viel gehen. Ich sehe das nicht negativ, ich sehe das so, dass ich mir sage: So, und jetzt stehe ich da und jetzt schaue ich mir ein Gebäude an, oder ich bleibe stehen, weil ich ein Kind sehe, das so lieb ist. Ich kann das jetzt und ich beobachte es jetzt. Ich schaue mir das wirklich an und nehme mir Zeit dazu.“

  • 87-jährige Teilnehmerin

    „Ich wundere mich jeden Tag, wenn ich wach werde, dass ich noch immer am Leben bin und dass es mir noch so gut geht und ich noch allein aus dem Bett komme. Ich sehe am hohen Alter eigentlich nichts Positives, obwohl ich sehr dankbar dafür bin, dass ich jeden Tag noch so viel unternehmen kann. Das kann morgen weg, aus sein!“

  • 84-jähriger Teilnehmer

    „Die Kraft ist nicht mehr da, die Energie nicht mehr so wie früher, und eigentlich sollte man in unserer Gesellschaft ja laufend in so einem Zustand sein, höchstens 40, 50 Jahre alt und voll arbeiten und alles machen können usw. Aber mich selbst stört das in dem Sinne nicht, ich setze mich dann ab oder ziehe mich zurück.“

  • 81-jähriger Teilnehmer

    „Also das Einzige, was mich an meinem Alter fasziniert: Ich habe Zeit. Und was ich heute nicht mache, mache ich morgen auch nicht. Das ist wurscht. Dann mache ich es halt übermorgen, das ist kein Problem. Also zeitmäßig kein Stress.“

  • 84-jährige Teilnehmerin

    „Also zum Beispiel, was bei mir fein ist, das finde ich fein: Ich habe keine Angst vor dem Sterben. Im Gegenteil, ich habe ein Alter, wo ich mir sage, da werden viele nicht so alt.“

  • 91-jähriger Teilnehmer

    „Ja, wenn man so nach den Medien geht, dann habe ich schon den Eindruck, dass man was tut für die alten Leute. Dass das eigentlich positiv sich entwickelt hat, dass man mehr schaut auf die älteren Leute als früher.“

  • alte Frau

    80-jährige Teilnehmerin

    „Es geht und wenn es nicht mehr geht, dann geht es halt nicht mehr. Aber mein Gott, wer nicht alt werden will, muss jung sterben.“

  • alte Frau

    80-jährige Teilnehmerin

    „Einmal möchte ich noch einen Liebesbrief bekommen, dass ich so aufgeregt wäre wie ich damals war, wie es einmal einen Liebesbrief gegeben hat, das ist schon lange her. Aber diese wahnsinnige Aufregung, die fehlt mir.“

  • alter Mann

    83-jähriger Teilnehmer

    „Wenn man selber nicht mehr viel machen kann, verliert man schon viel Kontakt mit den anderen. Weil die, die sich noch bewegen können, die finden dann einen anderen Kreis, die immer was unternehmen können. Und da wird man dann ein Außenseiter, wenn man nicht mehr so mit kann.“

  • alter Mann

    84-jähriger Teilnehmer

    „Wichtig ist, dass man die Bereiche, die man liebt, die man ersehnt hat, vielleicht als Jugendlicher schon, dass man die nicht vergisst und für die Ausbaufähigkeit sorgt. Also, dass das Interesse sich weiten darf.“

Vor dem Hintergrund gravierender Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung und damit einhergehender großer Herausforderungen an das österreichische Sozial- und Gesundheitssystem führt die Österreichische Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen (ÖPIA) die Österreichische Interdisziplinäre Hochaltrigenstudie (ÖIHS) durch.

Diese Studie ist in Österreich die erste ihrer Art und schließt insbesondere auch im internationalen Vergleich eine schon lange bestehende Forschungs- und Wissenslücke.

Es sind insbesondere die „Älteren unter den Alten“ – also die „hochaltrige“ Bevölkerung – deren Anteil heute und in den kommenden Jahrzehnten signifikant zunimmt. So wird der Anteil von Menschen über dem 80. Lebensjahr in Europa bis 2030 um etwa die Hälfte gewachsen sein und sich bis 2060 bereits mehr als verdoppelt haben und damit nicht nur demographisch sondern auch sozial- und gesundheitspolitisch von enormer Bedeutung sein.

Neben wesentlichen statistischen Daten werden wissenschaftlich fundierte qualitative wie quantitative Daten erhoben, z.B. zu Gesundheitszustand und Lebensstil, Wohn- und Betreuungssituation, Inanspruchnahme von sozialen und medizinischen Leistungen, funktionellen Kapazitäten, Ernährungssituation, subjektiver Lebensqualität, persönlichen Präferenzen und Bedürfnissen etc.

Die aktuellsten Ergebnisse aus der mittlerweile vierten Erhebungswelle (2023 – 2025) in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Steiermark, Salzburg, Tirol und Kärnten sowie alle Berichte aus früheren Erhebungswellen finden Sie auf dieser Website.

Das Presse-Echo finden Sie hier.

 

Projektleitung:
Österreichische Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen (ÖPIA)
Georg Ruppe (Projektleiter), Andreas Stückler (stv. Projektleiter)

Aktuelle Projektpartner und Finanzierung:

  • Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
  • Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
  • Land Steiermark
  • Land Salzburg
  • Land Kärnten
  • Land Tirol
  • Wiener Städtische Versicherungsverein

 

© Österreichische Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen
Letzte Aktualisierung: 2026-04-07