Mortalität
Mit höherem Alter steigt auch die Sterbewahrscheinlichkeit (Mortalität). Dabei haben jedoch bestimmte Faktoren einen erheblichen Einfluss auf die Sterblichkeit bzw. auf das weitere Überleben ins noch höhere Alter. Mortalitätsanalysen sind daher ein wesentlicher Bestandteil von Hochaltrigenstudien.
Zwischen Ersterhebung (2013) und vierter Welle (2023/24) der ÖIHS sind rund drei Viertel (75,3%) der Studienteilnehmer/innen verstorben. Zentraler Faktor der Mortalität war der physische und funktionale Status. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, im Laufe der rund zehn Jahre zwischen erster und vierter Erhebungswelle zu versterben, war umso höher, je schlechter der gesundheitliche und funktionale Zustand der Teilnehmer/innen zum Zeitpunkt der Ersterhebung 2013 war. Ein stark erhöhtes Mortalitätsrisiko bestand insbesondere bei Einschränkungen der Mobilität, bei Multimorbidität und bei negativer subjektiver Bewertung der eigenen Gesundheit.

Auch psychische Faktoren haben einen sichtbaren Einfluss auf die Sterblichkeit im hohen Alter. Insbesondere der kognitive Status hatte eine beträchtliche Auswirkung auf das weitere Überleben der Studienteilnehmer/innen. Ein demenzverdächtiger kognitiver Test im Rahmen des geriatrischen Assessments der Ersterhebung 2013 war verbunden mit einer deutlich erhöhten Wahrscheinlichkeit, im Laufe der kommenden Jahre zu versterben.

Signifikante Unterschiede hinsichtlich der Mortalität ergeben sich entlang des sozioökonomischen Status: Teilnehmer/innen mit hoher Bildung weisen statistisch eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit auf als Teilnehmer/innen mit niedriger Bildung. Nach zehn Jahren (2023/24) beträgt die Mortalitätsrate bei niedriger Bildung 82,6%, während sie bei hoher Bildung noch deutlich niedriger bei 67,5% liegt. Dies deutet darauf hin, dass soziale Ungleichheit sich auch im hohen Alter negativ auf das weitere Überleben auswirkt.

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